Samstag, 3. September 2011

Wie geht es nach Sambia weiter ...

27. August 2011

Nach einer Nacht in traumhaften Himmelbetten und einem Moskitonetz, das nicht bei jeder kleinen Bewegung das Gesicht streift, genossen wir ein herrliches Frühstück mit Obstsalat, Rührei, Bacon etc. 


Auf dem Balkon der Lodge sammelten wir im Rahmen eines Brainstormings viele gute Ideen wie wir das Liyoyeloprojekt zu einem STADTTEILSCHULE-BARMBEK-PROJEKT machen können. Um nicht zuviel zu verraten: Wir wollen eine Sambia-AG in unserer Schule gründen und unsere Mitschüler mit unserem Afrikafieber anstecken.


Nachmittags gönnten wir uns ein ausgiebiges Sonnenbad am Pool, direkt neben dem schlafenden Hippo.


Natürlich landete jeder von uns mehrfach frei- oder auch unfreiwillig im Pool. Das war ein Spaß! Ein köstliches südafrikanisches Buffet rundete den fantastischen Tag ab und mit Wehmut blickten wir unserer bevorstehen Abreise entgegen.






Safaritour

26. August 2011

Der letzte Morgen brach an. Der große Abschied nahte. Nach unserem gewohnten Frühstück sagten wir jedem unserer neu gewonnenen Freunde und Freundinnen auf Wiedersehen. Es flossen erneut Tränen. Danach fuhren wir zum Busbahnhof in Mongu und verabschiedeten uns von Michael und Gabriel. Leider war Anni nicht dabei. Ihr ging es gesundheitlich nicht so gut.Vier aus unserer Gruppe fuhren mit dem Reisebus zur Mukambi-Lodge, da der Jeep von Herrn Lengwenus voll mit Gepäckstücken und dem Rest der Gruppe besetzt war. Auf dem Weg zur Mukambi-Lodge sahen wir Zebras, Affen und Antilopen. Nach ungefähr vier Stunden Fahrt, kamen wir müde in der Lodge an. Die Reisenden mit dem Bus trafen 15 Minuten später ein. Wir nahmen ein leckeres Mittagessen zu uns und erholten uns am und im Pool. Um 15 Uhr begann unsere spannende Safari. 

Neben Antilopen, Elefanten, Warzenschweinen, Geparden, vielen verschieden Vögeln und Nilpferden, sahen wir zu unserer großen Überraschung eine Löwenmama mit ihren Babys. 
 


Danach betrachteten wir bei einem kleinen Snack den Sonnenuntergang und fuhren im Dunkeln zurück zur Lodge.


Im Anschluss an die Safari erwartete uns ein sehr leckeres und reichhaltiges Abendbrot. Erschöpft und glücklich fielen wir gegen 21 Uhr ins Bett.



Afrikanisches Abschiedsfest


25.August 2011

Gleich morgens ging es zum Strand mit Bar an einem Badesee. Alle aus dem Projekt Liyoyelo kamen mit uns mit, zusammen hatten wir sehr viel Spaß!
Da wir so viele Personen waren, fuhren wir mit einem Taxi und zwei Jeeps zum See.
Dort spielten wir Ball, sprangen Trampolin und hörten Musik. 



Am Nachmittag fuhren wir zurück.
Während das Dorf das sambische Fest vorbereitete, hatten wir Zeit für uns. Wir nutzten sie, um unsere Kleider vom Schneider aus Mongu abzuholen. 

Gegen Abend fing das Fest dann an. Zuerst gab es leckeres und wirklich viel Essen. Unsere einheimischen Freunden tischten alles auf, was sie hatten: Wir waren beeindruckt.
Nach den Köstlichkeiten wurden Abschiedsreden gehalten. Sie rührten uns sehr. Herr Lengwenus bekam eine silberne Fußfigur. Dieser Fuß steht symbolisch dafür, dass die Stadtteilschule Barmbek stellvertretend durch unseren Besuch sowie das finanzierte Barmbek-Münster Haus einen Fußabdruck, eine Spur hinterlassen hat. Wir wünschen uns, dass wir unseren nächsten Schritt gemeinsam mit noch mehr Unterstützern gehen und viele folgen werden...
Darüber hinaus sangen uns die Mädchen am Abend noch ein Lied für uns, zwei von ihnen tanzten typisch sambisch für uns und wir bekamen alle einen Hut.
Schließlich wurde noch gemeinsam getanzt, wobei die Stimmung insgesamt eher bedrückend als vergnügt und ausgelassen war. Der Abschied war sehr schwer und es wurde viel geweint.
Um alles aufzulockern wurde noch ein letztes Spiel gespielt. Danach ging es ins Bett, weil wir am nächsten Tag früh aufstehen mussten.





Deutsches Fest

24. August 2011

Nach dem Frühstück fuhren wir zur Krokodilfarm. Michael und Herr Lengwenus holten uns und die afrikanischen Mädchen ab. Die Krokodilfarm hatte viele Gehege. Insgesamt sahen wir mehr als 300 Krokodile. Leider waren sie nicht so groß wie erhofft, weil sie bereits nach ungefähr 6 Monaten geschlachtet werden. 


Nach der Krokodilfarm fuhren wir zu einem Laden, um dort afrikanische Körbe zu kaufen. Von dort fuhren wir zu einem Markt in Mongu. Dort haben die meisten von uns sich ein Kleid schneidern lassen, welches wir morgen abholen werden. Danach ging es zu einer wunderschönen Stelle eines Sees, an dem wir eine Tomatenverkäuferin trafen und ihr prompt einige Kilo Tomaten abkauften. 


Schließlich ging es zurück nach Limulunga. Dort bereiteten wir das deutsche Fest vor. Wir machten Nudel- und Kartoffelsalat, sowie Kräuterbutter. 


Dazu wurde gegrillt. Das Essen kam bei den afrikanischen Mädchen sehr gut an und wir feierten, spielten und tanzten bis in den späten Abend hinein.







Donnerstag, 25. August 2011

Sonnenuntergang im Sambesi-Tal

gemeinsames Tuschen
Dienstag 23. August 2011

Vormittags haben wir mit den sambischen Mädchen etliche Spiele gespielt, von „Zublinzeln“ über Fangspiele bis hin zum „stummen Dirigenten“. Wir haben unheimlich viel gelacht!Die Probleme mit der Verständigung vom Vorabend waren sofort verflogen. Außerdem "tuschten" wir gemeinsam mit unseren mitgebrachten Tuschkästen - was allgemeine Begeisterung hervorrief.
Gegen 16.00 Uhr kamen wir beim Projektleiter Michael und Anni Scholz an. Sie hatten uns eingeladen. Sie zeigten uns ihr selbstgebautes wunderschönes Haus und den Garten, indem sogar Ananas wächst. Dann gab es am Lagerfeuer eine leckere typische süd-afrikanische Suppe, die viele Stunden über dem Lagerfeuer in einem sogenannten Potjie gekocht wird, selbstgebackenes Brot und Kuchen.
Danach waren wir alle total satt. Wir haben uns auch den Sonnenuntergang angeschaut. Es sah richtig schön aus, als die rote Sonne hinter dem Sambesital verschwand, dazu aßen wir Popcorn und tranken Softdrinks. Wir haben in der Hängematte gechillt und uns wahnsinnig lange über all unsere Eindrücke unterhalten. Ein toller Abend.
Cool war es außerdem, dass wir alle dort duschen durften. Und zwar WARM!!


"Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?" heißt hier übrigens
"Wer hat Angst vorm Löwen?" Ein sehr viel besserer Titel, oder?



 

Michael kochte stundenlang einen
Eintopf über dem Feuer in zwei Potjies
 
Popcorn und...
... Sonnenuntergang






Das Traumhaus am Sambesi-Tal (selbst gebaut von Michael)

Wer hätte gedacht, dass Ananas so wachsen?
das tat gut!







herzliche Verabschiedung Nicole +Anni



ohne Worte







Dienstag, 23. August 2011

Auf dem Sambesi

Montag, 22.8.2011

Heute ging es schon früh los. Um 9 Uhr wurden wir von unseren beiden „Reiseführern“ Mr. Lengwenus und Mr. Scholz (Michael) abgeholt und das Ziel war der Sambesi-Fluss.

Bereit für große Fahrt

Am Hafen bestiegen wir ein traditionelles 20 Meter langes Holzboot. Manch einer mag wohl daran gezweifelt haben ob wir ohne zu Kentern unser Ziel erreichen.
Doch man höre und staune: Nach ca. 2,5 Stunden erreichten wir eine wunderschöne Sandbank mitten im Sambesi auf der wir Sonne tanken durften. Da solch eine Tour für die afrikanischen Mädels eine Premiere war, ließen sie sich nach Ankunft auf der Sandbank nicht davon abhalten diese zu erkunden.
 Aber auch ohne sich sich groß fortzubewegen, entdeckten wir beim Sonnenbaden eine tote Schlange, einen einsamen verlassenen Fischverkaufsstand und kamen mit den einheimischen Sandbankbewohnern ins Gespräch.

Viel zu sehen auf dem Sambesi


 Bereits auf der Rückkehr hingen unsere Mägen auf „halbacht“, so dass wir bei Ankunft am Hafen (16 Uhr) ein Restaurant namens „ok“ aufsuchten. Dort spendierte uns Michael leckeres Fingerfood. Abends schälten wir Deutschen gemeinsam Kartoffeln und bereiteten Rühreier vor, um die Mädels aus unserem Dorf mit einem leckeren Abendbrot zu beglücken.

Fahrradkurier

Kuhtransport


Der Schreiseeadler - Wappentier Sambias

 Doch dieser Plan ging nicht auf. Trotz mehrfacher Ankündigung unseres deutschen Abendbrots kochten auch die einheimischen Mädchen ein Abendbrot. Bestehend aus: Maisbrei und zwei leckeren Beilagen. Sie waren deutlich vor uns fertig und luden uns, zu unserer Überraschung ein, nicht alle von uns waren erfreut über das zusätzliche Gericht, so dass die Mädchen des Liyoyelo-Projekts uns es schnell anmerkten und
dachten wir mögen ihr Essen nicht.
 

So liefen sogar ein paar Tränen und die Atmosphäre war vergleichsweise angespannt. Uns tat es schrecklich leid und wir entschuldigten uns mehrfach. Bis jetzt ist es uns unklar wie es zu diesem Missverständnis kommen konnte. Unser deutsches Gericht wurde deswegen nur in kleiner Menge angerührt, da der Hunger bereits weitgehend gestillt war.
Anschließend versuchten Frau Unverzagt und Frau Bruckhaus die afrikanischen Mädchen mit verschiedenen Spielen aufzuheitern, während wir deutschen Mädels nach dem langen und sonnenintensiven Tag müde und erschöpft ins Bett fielen.

Mattentransport aus Angola
Aissatu kauft Fisch
Schulleiter im Sabbatjahr bei der Arbeit
Tote Schlange
Frau Unverzagt schenkte dieser Dame ihr Armband














Kochen am Abend

Jenny zeigt erste Bilder ihrer Dokumentation


Sonntag in Sambia

Sonntag, 21.8.2011


Sonntags geht man in Sambia in die Kirche - in irgendeine...

Gleich nach dem gewohnten Frühstück besuchten wir eine katholische Kirche. Sie sah mit ihren himmelblauen Wänden und bunten Malereien sehr ungewohnt und schön aus. Die Stimmung dort war etwas ernst, jedoch nicht angespannt. Es wurden Predigten gehalten, gebetet, gesungen, getanzt und aus der Bibel vorgelesen.
Zu unserer Überraschung sollten wir nach vorne zum Altar gehen, damit man uns willkommen heißen konnte. Während die Priester unsere Hände schüttelten, wurde uns zu Ehren ein Lied gesungen.
Wir fanden den Kirchenbesuch sehr lang, weil sich alles ständig wiederholt hat und wir nichts verstanden (Alles wurde auf Lotsi gesprochen).
Als er dann zu Ende war, trafen wir uns draußen, um uns herum sammelten sich die Einheimischen um uns die Hände zu schütteln. Schließlich gingen wir wieder nach Hause.
  
Dort hatten wir dann etwas Zeit für uns. Später holten uns Michael und Herr Lengwenus ab, damit wir zusammen mit den Mädchen aus den anderen Häusern zum See fahren konnten.
Der See war sehr schön. Dort haben wir „Dritter Abklatsch“ und „Der Plumpssack geht um“ gespielt. Außerdem sprangen wir Seil.
Leider mussten wir pünktlich zum Abendbrot nach hause. Es gab wieder Chili con Carne mit Reis.
Der Plumpssack geht um (hier Gideon)
Nach dem Essen lackierten wir den Mädchen die Nägel und sie machten uns die Haare. Zum Schluss spielten wir noch ein paar Spiele. Auch Herrn Lengwenus wurden die Haare geflochten – es sah „supi“ aus.
Nagellack auch für die Jungen



Ganz neues Styling
Herr Lengwenus mit neuer Frisur